VON HASSFURT NACH BERLIN - KLASSENFAHRT DER 11. JAHRGANGSSTUFE

Unsere Klassenfahrt nach Berlin war von Anfang an etwas Besonderes. Am Mittwoch, den 15. April 2026, ging es zusammen mit unseren Lehrkräften Herrn Beck, Frau Poepperl, Herrn Dr. Schäfer, Herrn Thelenberg und Frau Vollert direkt mit dem ICE von Haßfurt aus los: Bereits am Vormittag kamen wir am Berliner Hauptbahnhof an und gingen zum Hostel, um unser Gepäck abzustellen, denn bereits um 13 Uhr hatten wir eine Stadtführung, die am Brandenburger Tor startete. Während der Stadtführung besuchten wir viele spannende und historisch wichtige Orte.
Besonders im Kopf geblieben ist das Holocaust-Memorial in der Mitte Berlins, welches ein beeindruckender Ort ist. Zwischen den grauen Betonstelen zu stehen, war ein komisches Gefühl - irgendwie bedrückend. Wir waren alle nachdenklich gestimmt. Man merkte, dass dieser Ort eine ganz besondere Bedeutung hat. Im Anschluss an die Stadtführung besuchten wir die Museumsinsel. Leider konnten wir dort nur das Bode-Museum und das Alte Museum besuchen. Beide Museen boten aber einen spannenden Einblick in die Geschichte und überall auf der Museumsinsel war die besondere Berliner Atmosphäre zu spüren. Einfach wunderbar! Abends stand für uns noch der Besuch des Planetariums auf dem Plan. Im Planetarium konnten wir dann kurz „abschalten“, was ein richtig cooler Kontrast zum restlichen Tag war. Ein anderer Teil unserer Reisegruppe besuchte zeitgleich die Revue BLINDED by DELIGHT im Friedrichstadt-Palast.
Am Donnerstag starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück im Hostel. Danach ging es für uns in die Mall of Berlin, während eine andere Gruppe schon den Deutschen Bundestag besuchte. Später waren wir selbst dort - es war schon etwas Besonderes, an einem so wichtigen, politischen Ort zu sein. Der Besuch einer Bundestagssitzung im Plenarsaal war wirklich faszinierend. Es war toll, den Politikern beim Debattieren über verschiedenste Themen live zuzuhören und sie dabei zu beobachten. Wir hatten sogar die Möglichkeit, mit den Abgeordneten Dorothee Bär und Sabine Dittmar zu sprechen. Das war ziemlich beeindruckend, weil man sonst Politiker eigentlich nur aus den Nachrichten kennt, aber hier konnten wir direkt Fragen stellen und Antworten bekommen. Man bekam ein Gespür dafür, wie Politik wirklich funktioniert und wie wichtig solche Gespräche sind. Abends hatten wir dann nach einem anstrengenden, aber schönen Tag Freizeit.

Der Freitag war der emotionalste Tag. Nach dem Frühstück hatten wir eine Führung an der Berliner Mauer und konnten uns so besser vorstellen, wie das Leben in der einst geteilten Stadt war. Danach ging es in das ehemalige Stasi-Gefängnis, die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Das war wirklich bewegend. Besonders die Führung mit unserer Zeitzeugin Monika Jährling. Sie hat uns an ihrer Lebensgeschichte teilhaben lassen und ihre Erfahrungen beeindruckend geschildert - das war nicht einfach nur Geschichte, sondern fühlte sich unglaublich real an. Es war faszinierend still und man hat gemerkt, wie sehr es alle beschäftigt und zum Nachdenken angeregt hat. Danach hatten wir wieder Freizeit. Unsere Gruppe ist noch am Kurfürstendamm zum Shoppen gegangen, was irgendwie ein krasser Gegensatz zu vorher war. Abends haben wir den Tag gemeinsam gemütlich ausklingen lassen. Einige Mitschülerinnen und Mitschüler gingen an diesem Abend noch in den Quatsch Comedy Club.


Am Samstag hieß es dann schon Abschied nehmen. Nach dem Frühstück besuchten wir noch die East Side Gallery, wo die bemalte Berliner Mauer erneut ein starkes Zeichen für Freiheit und Geschichte setzte. Anschließend traten wir die Rückreise nach Hause an.
Insgesamt war die Fahrt nach Berlin eine Mischung aus Spaß, Geschichte und auch nachdenklichen Momenten. Besonders der Besuch im Stasi-Gefängnis, das Gespräch im Deutschen Bundestag und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas haben gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit und der Gegenwart auseinanderzusetzen. Gleichzeitig hatten wir aber auch viele schöne gemeinsame Erlebnisse - wie die Zeit beim Erkunden der Stadt oder die Abende zusammen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Joseph Evans (11B), Martin Haase (11B) und Julius Mainberger (11A)











