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MAL KURZ DIE WELT RETTEN ...? - EXKURSION ZUM KREISABFALLZENTRUM

260507 Ethik ExkursionKreisabfallzentrum 8abcde RT 1 A

Im Rahmen der Unterrichtseinheit Umweltethik unternahm die Ethik-Klasse der 8. Jahrgangsstufe unseres Gymnasiums eine Exkursion zum Kreisabfallzentrum Wonfurt mit anschließendem Besuch des Kompost- und Erdenwerks bei Mariaburghausen. Ziel war es, die im Unterricht behandelten Themen rund um Müll, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln anschaulich zu vertiefen.

Der Einstieg in den Exkursionstag erfolgte durch einen Kurzfilm mit dem Titel Mal kurz die Welt retten …?. Dieser zeigte eindrücklich die Folgen einer nachlässigen Müllentsorgung im Alltag vieler Menschen. Besonders das achtlose Wegwerfen von Abfällen in die Natur wurde thematisiert. In diesem Zusammenhang lernten die Schülerinnen und Schüler den Begriff Littering kennen - ein Phänomen, das nicht nur das Landschaftsbild beeinträchtigt, sondern auch erhebliche ökologische Schäden verursacht.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Problematik des stetig wachsenden Elektromülls. Die Klasse setzte sich kritisch mit der heutigen Wegwerfgesellschaft auseinander, in der technische Geräte oft vorschnell ersetzt statt repariert werden. Auch die enormen Mengen an Plastikmüll gaben Anlass zur Diskussion. Fragen wie Was müssen wir verändern? oder Wie können wir Müll vermeiden? standen im Raum. Dabei wurde auch die Möglichkeit des unverpackten Einkaufens als umweltfreundliche Alternative thematisiert.

Museum Ernst RZ
Mödlareuth Museum

 

Im Anschluss daran erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Führung durch das Kreisabfallzentrum. Sie bekamen Einblicke in verschiedene Stationen wie die Umladestation, die Holzdeponie, die Problemmüllhalle sowie die Bereiche für Sperrmüll und Altpapier. Besonders beeindruckend war das Pressen des Altpapiers, das die Klasse aus nächster Nähe beobachten durfte.

260507 Ethik ExkursionKreisabfallzentrum 8abcde RT 4Nach einer kurzen Stärkungspause mit Kuchen ging es weiter zur Wertstoffhalle. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler in die Container blicken und machten eine erstaunliche Entdeckung: Viele der entsorgten Gegenstände waren noch in gutem Zustand und hätten durchaus weiterverwendet werden können. Dies regte zum Nachdenken über den eigenen Konsum und den Umgang mit Ressourcen an. In diesem Zusammenhang erklärte die Dozentin auch das duale System der Mülltrennung und Wiederverwertung.

Zum Abschluss besuchte die Klasse das nahegelegene Kompost- und Erdenwerk bei Mariaburghausen. Dort wurde eindrücklich sichtbar, wie häufig Biomüll falsch entsorgt wird. Zwischen organischen Abfällen fanden sich zahlreiche Gegenstände wie Plastikteile, Suppenlöffel und sogar Zigarettenkippen - ein weiteres Beispiel für unsachgemäßen Umgang mit Müll.

Die Exkursion hinterließ bei den Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck. Sie nahmen nicht nur neues Wissen mit, sondern entwickelten auch ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltigen Konsum, Umweltschutz und die Bedeutung korrekter Mülltrennung. Vielen wurde klar, dass bereits kleine Veränderungen im Alltag dazu beitragen können, die Umwelt zu schützen.

So wurde deutlich: Mal kurz die Welt retten ist vielleicht nicht möglich - aber jeder Einzelne kann seinen Teil dazu beitragen, unsere Zukunft lebenswerter zu gestalten.

 

StRin Julia Rüth