EIN KLEINER PIKS MIT GROßER WIRKUNG: EMIL SCHNÖS HILFT MIT STAMMZELLENSPENDE
Wie viele andere seiner Mitschülerinnen und Mitschüler aus der Q13 hatte sich auch Emil Schnös am ersten Schultag im September bei der Registrierungsaktion im Silberfisch als Spender registrieren lassen. Aber dass sich die DKMS schon im Dezember bei ihm melden würde, damit hatte er tatsächlich nicht gerechnet.
Nach einer Blutuntersuchung war dann bereits im Januar klar, dass er als Spender für eine an Blutkrebs erkrankte Person geeignet war. Und nach weiteren Telefonaten und Untersuchungsterminen fuhr Emil im Februar in Begleitung seiner Mutter in eine Klinik nach Dresden – Übernachtung und Verpflegung waren hierbei perfekt von der DKMS organisiert. Bei diesem ersten Besuch wurde er nochmals untersucht und über die genauen Abläufe informiert.
Da bei Emil (wie in ca. 90 % der Spenden) eine periphere Stammzellspende durchgeführt werden sollte, musste er sich über fünf Tage hinweg ein Medikament mit einem speziellen Wachstumsfaktor spritzen, wodurch vermehrt Stammzellen in seinem Körper gebildet und in die Blutbahn ausgeschwemmt wurden. Nachdem Emil diese Spritzen zu Hause erhalten hatte, ging es zum zweiten Mal nach Dresden – diesmal zur eigentlichen Spende. Diese fand in Form einer Art Blutwäsche (Apherese) in einem speziellen Entnahmezentrum statt und dauerte etwa vier Stunden.
Am nächsten Tag konnte Emil schon wieder nach Hause. Nach eigenen Angaben spürte er kaum Nebenwirkungen, sollte sich aber noch etwa einen Monat lang schonen.
Mittlerweile hat Emil erfahren, dass seine Spende einem Patienten in den USA helfen soll, wieder gesund zu werden. Eventuell kann er zu einem späteren Zeitpunkt sogar Kontakt mit ihm aufnehmen.
„Ich würde es auf jeden Fall wieder machen“, ist sich Emil sicher. Er freut sich, dass er mit seiner Spende helfen konnte und kann jedem empfehlen, sich auch bei der DKMS registrieren zu lassen.
StDin Christine Weber












