UNERHÖRTE GESCHICHTEN - EINE AUDIO-TOUR DURCH DAS ALTE TESTAMENT
Wer kennt es nicht? Das Gefühl der Verwirrung beim Betrachten eines Kunstwerkes, das auf den ersten Blick Fragen aufwirft. Was wird eigentlich dargestellt? Welche historischen Bezüge gibt es und welche Themen werden angesprochen? Ohne Hintergrundwissen können wir ein Bild oft gar nicht richtig verstehen.
Das merkten auch die Schülerinnen und Schüler der katholischen Religionsgruppe 6C/6F beim Betrachten von Gemälden zu Geschichten aus dem Alten Testament - wo zunächst Ratlosigkeit herrschte, konnten nach einer intensiven Beschäftigung mit den zugrunde liegenden Bibelstellen zielsicher Details erkannt und Bezüge hergestellt werden. Ein wirkliches Aha-Erlebnis, das so manchem die Augen öffnete und zu einer ganz neuen Wahrnehmung des Bildes führte. Und dieses Erlebnis soll natürlich geteilt werden.
So erstellten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen einen Audio-Guide zu je einem dieser Gemälde - mit Wissen, Kreativität und Eifer fassten sie die Handlung und die Botschaft der Geschichten auf verständliche und ansprechende Weise zusammen, so wie man es eben aus einem Museum kennt. Und das Ergebnis konnte auch gleich praktisch getestet werden - dafür verwandelte sich das Forum in ein Mini-Museum und die Schülerinnen und Schüler der evangelischen Religionsgruppe 6A/6E/6F wurden als Besucher eingeladen. An verschiedenen Stationen, die von den Expertengruppen betreut wurden, konnten sie dann in die Welt des Alten Testaments eintauchen und ihr eigenes Wissen prüfen. Woher kommt nochmal das Sprichwort David gegen Goliath? Und was war das salomonische Urteil? Diese und viele weitere Fragen konnten durch den Audio-Guide der Mitschülerinnen und Mitschüler gelöst werden - ein einfaches Scannen der QR-Codes brachte Licht ins Dunkel und es entstanden angeregte Gespräche über die oft nicht ganz einfachen, gleichzeitig aber spannenden Geschichten. Am Ende waren auch die Museums-Besucher zu Experten geworden und konnten sich im mitreißenden, interaktiven Quiz-Duell beweisen.
Was im Gedächtnis blieb, war schließlich nicht nur das neu erworbene Wissen, sondern die Freude am gemeinsamen Arbeiten und die Erkenntnis, dass die Geschichten des Alten Testaments keineswegs verstaubt oder langweilig sind - sie sind Teil unserer Kultur und finden sich auch in Kunst, Musik, Literatur und Sprache wieder. Wer sie kennt, hört und sieht dies einfach besser.
StRin Viviane Dellert











