„ZEITSCHRIFTEN IN DIE SCHULEN“: RMG IST DABEI!

Das bundesweite Projekt soll Kinder und Jugendliche zum Lesen motivieren und ihnen die Bedeutung der Pressefreiheit nahebringen.

Haßfurt, Mai 2017.Die Klassen 8a und 8e des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt beteiligen sich am bundesweiten Leseförderungsprojekt „Zeitschriften in die Schulen“. In den kommenden Wochen erhalten deutschlandweit über 12.000 Klassen und damit mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 12 in weiterführenden und beruflichen Schule einen Monat lang kostenlose Zeitschriftenpakete. Mit dabei sind 38 Nachrichten-, Sport- und Wissensmagazine, Illustrierte sowie Kinder- und Jugendzeitschriften samt methodisch-didaktischer Anregungen für den Einsatz im Unterricht.


Zeitschriften wirken dem „Leseknick“ in der Pubertät entgegen und sensibilisieren für die Bedeutung der Pressefreiheit

2017 05 16 Zeitschriften2Zeitschriften eignen sich besonders gut dazu, Kinder und Jugendliche für das Lesen zu motivieren. Durch die kurzen Beiträge und bildorientierte Gestaltung kann die Neugier auch bei denjenigen Schülerinnen und Schülern geweckt werden, die über die Schullektüre hinaus wenige Erfahrungen mit Texten und Geschichten gesammelt haben. Zudem wirken Zeitschriften nachhaltig dem „Leseknick“ in der Pubertät entgegen: Eine Evaluationsstudie der Stiftung Lesen zeigt, dass der Anteil der Jugendlichen, die sehr gerne oder gerne lesen, nach dem 7. Schuljahr drastisch zurückgeht – zwischen Klasse 6 und 8 um insgesamt 45 Prozentpunkte. Unter den Schülerinnen und Schülern, die am Projekt von Stiftung Lesen, dem Bundesverband Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten e. V. und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V. teilnehmen, geht der Anteil zum Lesen Motivierter nur um rund elf Prozentpunkte zurück.

Durch den Umgang mit unterschiedlichen Zeitschriften können die Schülerinnen und Schülern die Pressevielfalt kennenlernen sowie für die Bedeutung der Pressefreiheit sensibilisiert werden. Für Lehrkräfte gibt es didaktische Anregungen, wie sie die Magazine in diesem Sinne nutzen können: Die Vielfalt der Standpunkte, die Art der Präsentation, die gegenseitige Bezugnahme der Journalisten untereinander sowie die Einbindung von Lesermeinungen eignen sich gut, um die gesellschaftliche Relevanz einer lebendigen und freiheitlichen Diskussionskultur zu verdeutlichen.


Schirmherrin des Projekts ist die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters

Das bundesweite Leseförderprojekt „Zeitschriften in die Schulen“ läuft mittlerweile zum 14. Mal, Schirmherrin des Projekts ist die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters: „Ich freue mich, auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für ‚Zeitschriften in die Schulen‘ übernehmen zu dürfen. Das Projekt, das seit nunmehr 14 Jahren Schülerinnen und Schülern die Vielfalt der Zeitschriftenlandschaft in unserem Land nahebringt und zugleich nachhaltig Lesefreude und Nachrichtenkompetenz vermittelt, verdient meine volle Unterstützung. Dies gilt mit Blick auf die heutige Kommunikationswelt mit Phänomenen wie ‚fake news‘ und ‚alternativen Fakten‘ umso mehr. Wir brauchen selbstbewusste und meinungsstarke Kinder und Jugendliche, die an den meinungsbildenden Prozessen in unserer Gesellschaft teilhaben und sich einbringen.“

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://www.stiftunglesen.de/zeitschriften-schule