Das Regiomontanus-Gymnasium ist nach dem großen Astronom und Mathematiker Johannes Müller, auch Regiomontanus genannt, benannt. Er wurde am 6. Juni 1436 in Königsberg am Rande der Haßberge geboren. Bereits in jungen Jahren zeigte sich seine Begeisterung für die Mathematik und die Musik. So begann er mit zwölf Jahren sein Studium an der Universität in Leipzig, dem zahlreiche Studien in Wien, Rom, Preßburg u.a. folgten.
Bis heute gilt Regiomontanus als bedeutender Mathematiker seiner Zeit und u.a. als Begründer der modernen Trigonometrie. Daneben hat er den Iulianischen Kalender reformiert. Sein Calendarium für die Zeit von 1475 bis 1531, sowie die Ephemerides astronomicae ab anno 1475–1506 (Sterntafeln) wurden für die Seefahrer seiner Zeit unverzichtbare Hilfsmittel und erleichterten die Entdeckungsfahrten von Seefahrern wie Christoph Columbus oder Vasco da Gama erheblich . Seine Beiträge zur Geometrie und zur Trigonometrie waren wegweisend.
Als Humanist war er neben Nikolaus von Kues der wesentliche Wegbereiter des kopernikanischen Weltbildes. Die Einrichtung der Sternwarte an der Schule knüpft u.a. an das Wirken von Regiomontanus an. So gehören Kurse in Astronomie und Astrophysik zum festen Bestandteil im Oberstufenunterricht.